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Beumelburg, Walter / 1894-1944
Andere NamensformenMacGorgo [Pseud.]
Geburtsdatum04.10.1894
GeburtsortTraben-Trarbach
Sterbedatum26.08.1944
SterbeortPotsdam
Berufe/ StellungenKaufmann ; Rundfunkintendant
FachgebieteHandel. Dienstleistung
Beziehungen (Link)Beumelburg, Werner / 1899-1963;
Biogramm Dipl. Kaufmann. - Abitur 1913 in Traben-Trarbach. Militärdienst im Ersten Weltkrieg; als Offizier schwer verwundet, mehrfach ausgezeichnet, war er zuletzt im türkischen Großen Hauptquartier tätig. 1929 wurde B Leiter der Zentrale der antikommunistischen Selbstschutzorganisation "Orgesch" ( = Organisation Escherich) in Bayern. 1923/24 Privatsekretär des Industriellen Hugo Stinnes. Anschließend in der Privatindustrie tätig. Dipl.-Kaufmann. Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP). Beziehungen zur Reichswehr: persönl Bekanntschaft mit Erwin v. Witzleben und Wilhelm Canaris - 1932 wurde B Geschäftsführer des "Drahtlosen Dienstes" und Leiter der Nachrichtenabteilung der Reichsrundfunk GmbH. 1933 zusammen mit dem Schriftsteller Christian Brodersen Überwachungskommissar der Reichsrundfunk-Gesellschaft. Mitglied der NSDAP und SS. 1933 sodann Intendant des damaligen Südwestfunks in Frankfurt a.M. und einer der drei Präsidialräte der Reichsrundfunkkammer. 1934-1937 Intendant des Reichssenders Berlin. 1937 wurde B als Intendant und auch aus dem SS-Hauptamt entlassen mit der Begründung "als SS-Führer ungeeignet, da er die erforderliche kompromißlose Einstellung zur Judenfrage nicht besitzt." Darauf wurde er Geschäftsführer der Berliner Filiale des Stalling-Verlages, der die Bücher seines Bruders Werner B verlegte. Reaktivierung als Hauptmann, 1939 Major, 1940 Teilnahme am Westfeldzug, dann Verbindungsoffizier in Paris, zuletzt beim Oberkommando in Potsdam. In beiden Stabstellen hatte B Beziehungen zum Widerstand der Offiziere. Am 26.08.1944 wurde er tot neben seinem Pferd gefunden. Während die NS-Presse Herzversagen als Todesursache angab, deuten die Umstände des Todes und Aussagen der Freunde und der Familie auf Freitod hin, um einer Verhaftung nach dem Attentat auf Adolf Hitler zu entgehen. - *Heirat: 1923 mit Tippy Lindemann. - --- [Daten übernommen aus: Heinz-Günther Böse, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]. Bruder von Werner Beumelburg
Quellen
  • Richard Ochs: Walther und Werner B. Über das Verhältnis zweier Brüder zum Nationalsozialismus, in: Jahrbuch des Landkreises Bernkastel-Wittlich, 2000, 367-370
  • W. Podlech: B, in: Kurzbiographien von Mittelrhein und Moselland, Trier 1967-1975, 1970, 199 f.
  • Josef Wulf: Presse und Funk im Dritten Reich, Berlin 1989, 305, 320, 339.
  • *Abbildungen: bei Ochs 369
Weitere Informationen
GND-Nr. 116158204
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pta0090
Zuletzt bearbeitet:11.07.2006

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