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Beumelburg, Werner / 1899-1963
Andere NamensformenGorgo, M. C. [Pseud.] ; MacGorgo [Pseud.]
Geburtsdatum19.02.1899 [⇒ 2024 - 125. Geburtstag]
GeburtsortTraben-Trarbach
Sterbedatum09.03.1963
SterbeortWürzburg
WirkungsorteKöln ; Berlin ; Traben-Trarbach
Berufe/ StellungenJournalist ; Schriftsteller
FachgebietePresse ; Schreiben. Dichtung
Beziehungen (Link)Beumelburg, Walter / 1894-1944;
Werke (Auswahl)Der literarische Nachlaß (auch unveröffentl. Schriften) befindet sich in der Rhein. Landesbibl. Koblenz. Der restl. Nachlaß im Bundesarchiv/ Militärarchiv Potsdam ; Schriften (Auswahl:) Bismarck gründet das Reich, 3. Aufl, Berlin 1933 ; Douamont, Oldenburg 1925 ; Gruppe Bosemüller, ebd. 1929 und 1942 ; Arbeit ist Zukunft, 1933 ; Hundert Jahre sind wie ein Tag, ebd. 1957 ; Der Kuckuck und die zwölf Apostel, ebd. 1931 ; Mont Royal, Hamburg 1944 ; Sperrfeuer um Deutschland, Oldenburg 1929 (in französ. Sprache Paris 1998 La Guerre de 14-18, raconté par un Allemand) ; Deutschland in Ketten, 1931
Biogramm Schriftsteller. - Volksschule und Gymnasium in Traben-Trarbach, "Notabitur" 1916, dann Kriegsfreiwilliger an der Westfront, zuletzt als Leutnant, ausgezeichnet mit dem "Eisernen Kreuz" I. Klasse - 1919 Studium der Geschichte und Staatswissenschaften in Köln. 1921 Journalist in Berlin, Redakteur der "Deutschen Soldatenzeitung" und der "Deutschen Allgemeinen Zeitung", 1924-1926 der "Düsseldorfer Nachrichten". 1921 erste literararische Versuche (Pseudonym: McGorgo). 1922-1927 Mitarbeit am Sammelwerk "Schlachten des Weltkrieges". Dann freier Schriftsteller in Traben-Trarbach und in der Folge in anderen Orten. - In seinen Schriften stritt er als Vertreter des "Soldatischen Nationalismus" gegen den Vertrag von Versailles und die Weimarer Republik und setzte sich für einen autoritären Staat ein. Das NS-Regime förderte ihn sehr, obwohl er nicht in die NSDAP eintrat. 1933 wurde er in die gleichgeschaltete Deutsche Akademie der Dichtkunst berufen. Er gehörte zu den meistgelesenen Autoren der NS-Zeit. Im Zweiten Weltkrieg war er beauftragt, die Chronik des Krieges zu schreiben. - Nach dem Krieg lebte B nach kurzer Gefangenschaft und Internierung in Würzburg. Die ihm 1938 von seiner Geburtsstadt verliehene Ehrenbürgerschaft wurde nicht aufgehoben, die "Beumelburg-Gasse" jedoch wieder in "Kirchgasse" umbenannt. Seine Romane und Erzählungen der fünfziger Jahre, die das Menschliche betonten und das Politische aussparten, blieben nach anfänglichem Erfolg ohne Resonanz. Zu seinem 100. Geburtstag wurde von privater Seite am Casinogebäude eine Gedenkplatte angebracht. - --- [Daten übernommen aus: Heinz-Günther Böse, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]. Bruder von Walter Beumelburg
Quellen
  • Jan Pieter Barbian: Literaturpolitik im "Dritten Reich", 1993
  • Stefan Busch: "Und gestern, da hörte uns Deutschland". NS-Autoren in der Bundesrepublik Deutschland, in: Studien zur Literatur- und Kunstgeschichte 13 (1998), 83-143 ( = Dissertation Mainz 1997)
  • Jürgen Eggebrecht: Werner B, in: Die neue Literatur 36 (1935), 252-261
  • C. Enders/W. Linden: Dichtung und Geistesgeschichte am Rhein, 1957, 567-70
  • Inge Jens: Dichter zwischen rechts und links. Die Geschichte der Sektion für Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste, 1971.
  • Armin Mohler: Die konservative Revolution in Deutschland 1918-1932, 3. Aufl 1989, 281 und 442 ff.
  • W. Podlech: B, in: Kurzbiographien von Mittelrhein und Moselland, Trier 1967-1975, 92 f.
Weitere Informationen
GND-Nr. 116158212
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pta0091
Zuletzt bearbeitet:31.05.2007

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