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[Bild: Trierer Porträtdatenbank]
Cetto, Karl / 1806-1890
Geburtsdatum31.05.1806
GeburtsortSankt Wendel
Sterbedatum31.03.1890
SterbeortSankt Wendel
WirkungsorteTrier ; Sankt Wendel ; Frankfurt am Main ; Saarburg
Berufe/ StellungenKaufmann ; Politiker
FachgebieteIndustrie. Handwerk ; Politiker und historische Persönlichkeiten
Werke (Auswahl)Joseph Hansen/Heinz Boberach (Hrsg.): Rhein. Briefe und Akten zur Geschichte der polit. Bewegung 1830-1850. Dritter Band 1849-1850, Düsseldorf 1998, Nr.216
Biogramm Großkaufmann, Politiker. - Nach der Schulzeit studierte C zwei Semester Jura in Heidelberg. Hier fand der Burschenschaftler seine polit. Bestimmung: Einheit und Freiheit für Deutschland. Nach Eintritt in das väterl Unternehmen 1832 Übersiedlung nach Trier als Teilhaber im Bankhaus Reverchon und in der Ledergroßhandlung Rautenstrauch. C nahm am Hambacher Fest 1832 teil und war 1837-1841 Mitglied des Rheinischen Provinziallandtages für St. Wendel. Dort fand er Anschluß an die rhein. Liberalen um Hansemann. In Trier wurde er 1846 in die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Die Regierung zählte ihn zur antipreuß Opposi- tion. 1848 Überbringer der Kölner Adresse v. 23.03.1848 in Berlin, Ende März Mitglied des Frankfurter Vorparlaments und dort im 50er-Ausschuß. Schließl wurde er 1848 für den Wahlkreis St. Wendel in die preuss. und die Deutsche Nationalversammlung gewählt. In Frankfurt a.M. gehörte er zum linken Centrum, Fraktion "Württemberger Hof". Er stimmte zwar für den kleindeutschen Erbkaiser, hoffte aber auf einen späteren Anschluß Österreichs. 1849 war er Mitglied der Gothaer Nachversammlung. Mitglied des preussischen Abgeordnetenhauses 1850-1852 für den Wahlkreis Saarburg-Merzig-Saarlouis. Nach dem Tod des Vaters Übernahme des St. Wendeler Guts und der Kohlegruben. 1859 wieder Eintreten für die deutsche Einheit im Nationalverein und auf Abgeordnetentagen. 1861 Mitbegründer der Deutschen Fortschrittspartei. 1862-1867 war C Mitglied des preussischen Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis St. Wendel-Ottweiler-Saarbrücken. In Trier gründete er 1862 mit Friedrich Zell den "Wahlverein verfassungstreuer Wähler", um auch hier die Bismarcksche Politik zu bekämpfen. Er protestierte scharf gegen den Krieg v. 1866. 1867 wechselte C zur Nationalliberalen Partei, der in Trier sein Schwiegersohn Louis Lautz vorstand. - *Heirat: 1832 mit Aline Kraut. --- [Daten übernommen aus: Heinz-Günther Böse, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]
Quellen
  • Joseph Bellot: Hundert Jahre polit. Leben an der Saar unter preuss. Herrschaft 1815-1918, Bonn 1954
  • Heinrich Best, Wilhelm Weege: Biographisches Handbuch der Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49, Düsseldorf 1996, 114
  • Heinz-Günther Böse: Köpfe der Revolution von 1848/49 in Trier und im Trierer Raum, in: "Der schlimmste Punkt der Provinz". Demokratische Revolution 1848/49 in Trier und Umgebung, hg. v. Elisabeth Dühr, Trier 1998, 136-216, 162-165
  • Max Müller: Geschichte der Stadt St. Wendel, St. Wendel 1923, 233-245
  • Hansjürgen Schierbaum: Die politischen Wahlen in den Eifel- und Moselkreisen des Regierungsbezirkes Trier 1849-1867, Düsseldorf 1967, 120, 144, 147, 186
  • Hans-Klaus Schmitt: C, in: Kurzbiographien von Mittelrhein und Moselland, Trier 1967-1975, 149
  • Vera Torunsky: Die Abgeordneten der Rheinischen Provinziallandtage und ihre Stellvertreter 1825-1888, Köln/ Bonn 1998, 94.
  • *Abbildungen: Heinz-Günther Böse: Köpfe der Revolution von 1848/49 in Trier und im Trierer Raum, in: "Der schlimmste Punkt der Provinz". Demokratische Revolution 1848/49 in Trier und Umgebung, hg. v. Elisabeth Dühr, Trier 1998, 136-216, 162
Weitere Informationen
GND-Nr. 116480831
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pta0190
Zuletzt bearbeitet:11.07.2006



Welter, Otto / 1839-1880
Geburtsdatum20.11.1839
GeburtsortZell (Mosel)
Sterbedatum25.07.1880
SterbeortZillertal
Berufe/ StellungenRechtsanwalt ; Abgeordneter
FachgebieteRecht ; Politiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Sohn des königl. Steuerinspektors in Zell Heinrich Carl Welter (geb. 1795, Neuwied, gest. 20.9.1861 Zell) u. der Maria Gertrude Gräff (geb. 22.8.1805 Zell gest. 30.4.1890 Jülich). - Nach Schulbesuch in Zell u. Gymn. in Koblenz (Abitur 1860) Studium der Rechte an den Universitäten in Heidelberg u. Bonn 1860/62, Advokat, Anwalt in Köln. Liberaler Kommunalpolitiker; 1875/76 Mitglied des preuß. Abgeordnetenhauses in Berlin; er schlug bei der Ersatzwahl im [Wahlkreis] 1 Köln (Stadt) August Reichensperger; gehörte der Fraktion der Dt. Fortschrittspartei an. O.W. war begeisterter Bergsteiger. Bei einem Bergunfall in Tirol verunglückte er tödlich, erst 40 Jahre alt. Er hinterließ Frau u. fünf Kinder. Sein älterer Bruder Emill W. (gest. 2.1.1897 Köln) war Advokat, Anwalt u. Justizrat in Aachen. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3 / Verf. dieses Artikels: Heinz-Günther Böse]
Quellen
  • Familien - Chroniken Graeff, Trier 1961, 78 f u. Zell 1988, 175
  • [Mann, Bernhard: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867-1918, Droste Verlag, Düsseldorf 1988] 109, Nr. 2484.
Weitere Informationen
GND-Nr. 1051202264
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd1038
Zuletzt bearbeitet:16.12.2010

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