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Briedel, Johann von / 1521-1571
Andere NamensformenJohann / VIII. / Himmerod, Abt / -1571 ; Johann Minor / -1571 ; Klener, Johann von / -1571
Geburtsdatum1521 [⇒ 2021 - 500. Geburtstag]
GeburtsortBriedel
Sterbedatum25.06.1571 [⇒ 2021 - 450. Todestag]
SterbeortGroßlittgen-Himmerod
WirkungsorteGroßlittgen-Himmerod
Berufe/ StellungenMönch ; Abt
FachgebieteKirche
Beziehungen (Link)Binsfeld, Peter / 1545-1598;
Biogramm Er ging schon als Jüngling ins Zisterzienserkloster Himmerod. Von 1552/58 war er Kellner (Cellerarius) des Klosters und wurde nach dem Tode von Matthias II. Morsch aus Ediger (1542/58) am 27.10.1558 als Johann VIII. (Minor) zum neuen Abt gewählt. Unter ihm und seinem Nachfolger Gregor Simonis aus Zell (1571/81) erlebte das Kloster Himmerod eine geistige Blütezeit. Die Zeitgenossen schilderten ihn als hochgebildeten Humanisten und Liebhaber der Wissenschaften. Mehrfach predigte er vor dem Trierer Erzb. Johann VI. v.d. Leyen (1556/67), der ihn schätzte und gelegentlich in seinem Kloster aufsuchte. Der gelehrte Abt übte auch ein großzügiges Mäzenat, förderte Künstler wie Gelehrte und verhalf talentierten Jugendlichen zum Studium in seinem Kloster, wie dem späteren Trierer Weihbischof Petrus aus Binsfeld (1580/98), der als Hirte im Kloster beschäftigt war oder dem Humanisten und Dichter Matthias Agritius aus Wittlich (gest. 1613). 1563 übertrug ihm der Abt von Clairvaux die Visitation der Klöster beider Geschlechter in den Erzdiözesen Trier und Mainz. Zwei Jahre später ernannte ihn das Generalkapitel aller Zisterzienseräbte zum Generalvikar und Visitator der niederrheinischen Ordensprovinz, zu der die Kurfürstentümer Mainz, Trier und Köln sowie die Herrschaften Kleve und Geldern gehörten. Nach arbeitsreichem Leben starb er im Alter von 50 Jahren und wurde unter dem Kapitelsaal begraben. Sein Tod empfand man, wie aus einem ihn rühmenden Epitaph hervorgeht, als großen Verlust. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3 / Verf. dieses Artikels: Karl-Josef Gilles]
Quellen
  • Schneider, Ambrosius: Die Cistercienserabtei Himmerod im Spätmittelalter, Der Dichter Matth. Agritius aus Wittlich und der Humanismus in der Eifelabtei Himmerod, in: Kreisjahrbuch von Bernk.-Wittlich, 2000
  • Schommers, Cochemer Persönlichkeiten, in: Heimat : Beilage der Rhein-Zeitung für Schule u. Elternhaus, v. Nov. 1984
  • Gilles, Karl-Josef: Die Geschichte der Gemeinde Briedel bis 1816, (Schriftenreihe: Ortschroniken des Trierer Landes Bd. 30), Trier 1998, S. 264/5
  • Schneider, Ambrosius: Die Cistercienserabtei Himmerod im Spätmittelalter, Himmerod 1954, S. 5
Weitere Informationen
GND-Nr. 1051188679
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0106
Zuletzt bearbeitet:16.12.2010

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