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Schapiro, Klara / 1871-1956
Andere NamensformenNowok, Marianne Margarethe Klara / 1871-1956 ; Kaim, Klara / 1871-1956
Geburtsdatum12.07.1871 [⇒ 2021 - 150. Geburtstag]
GeburtsortMyslowice (Katowice)
Sterbedatum12.10.1956
SterbeortVilsbiburg
WirkungsorteBerlin ; Bern ; Fribourg / Frankreich ; Mainz ; München ; Vilsbiburg
Berufe/ StellungenLehrerin ; Erzieherin ; Sozialarbeiterin
FachgebieteSoziologie. Gesellschaft ; Medizin. Tiermedizin
Biogramm Marianne Margarethe Klara Novok kam 1871 in Mislowitz, Oberschlesien als uneheliches Kind zur Welt. Kurz nach ihrer Geburt kam sie in die Obhut des Ehepaars Michaelis und Friedericke Kaim. Ihr Adoptivvater ermöglichte ihr eine gute Ausbildung auf einer höheren Töchterschule in Oppeln. Danach besuchte sie das Lehrerinnenseminar in Kattowitz. Nach dem Umzug der Familie nach Berlin-Charlottenburg war Klara in mehreren Berliner Familien als Erzieherin tätig, nebenbei war sie Gasthörerin an der Medizinischen Fakultät. 1898 folgte sie ihren späteren Ehemann, Dr. Jacob Schapiro nach Bern, den sie 1899 heiratete. Das Paar hatte zwei Kinder. In Bern studierte Klara mehrere Semester Medizin und gründete 1907 eine private Entbindungsklinik, die sie aber aus finanziellen Gründen an die Stadt Bern übergab. 1909 bewarb sich Klara auf eine neu geschaffene Stelle einer Polizeiassistentin der Stadt Mainz. 1910 zog sie mit ihrer Familie nach Mainz und trat dort ihren Dienst an. Ihr Tätigkeitsfeld war breit, es umfasste sittenpolizeiliche Aufgaben, wie die Beaufsichtigung von Prostituierten, die Vernehmung von Kindern, Jugendlichen und Frauen aber auch Jugend-, Gefangenen- und Obdachlosenfürsorge. Sie arbeitete mit großem Engagement besonders im Bereich der Fürsorge. Während des zweiten Weltkriegs wurde Klara wegen der russischen Staatsangehörigkeit ihres Mannes von den polizeilichen Aufgaben entbunden. Nach ihrer Scheidung 1916 beschränkte sich Klara Schapiros Tätigkeitsfeld auf reine Fürsorge und die Leitung des städtischen Mädchenheims. Aufgrund ihres unermüdlichen Einsatzes und enormen Arbeitspensums konnte sie ihren Dienst aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausführen und wurde 1921 in den Verwaltungsdienst übernommen. 1927 wurde sie in den vorzeitigen Ruhestand versetzt und zog dann nach München. Nach dem Krieg lebte sie in schwierigen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Verhältnissen in Niederbayern. 1956 verstarb sie in Vilsbiburg in Bayern.
Quellen
  • Frauen in Rheinhessen : 1816 bis heute / herausgegeben von Susanne Kern, Petra Plättner. - 2., durchgesehene Auflage. Mainz am Rhein, 2019. - ISBN 978-3-96176-076-3. - Seite 77-81
Weitere Informationen
GND-Nr. 1096349728
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pm00049
Zuletzt bearbeitet:25.06.2020

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